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Webseitenerstellung ohne Progammierkenntnisse

Im digitale Zeitalter kommt kaum noch ein Business ohne eigene Webseite aus, selbst wenn die Seite nur eine kleine, erweiterte Visitenkarte im Netz zum Vertrauensaufbau ist. 

Hier stelle ich Dir verschiedene Wege vor, damit Du dem Ziel der eigenen Webseite möglichst einfach, schnell und günstig näher kommst! Eine der ersten Fragen die Du Dir dabei beantworten musst lautet: 

Beauftragen oder selber machen?

Als ich damals mein erstes Projekt vorbereitete und nach Webdesignern für meine Webseite suchte, bekam ich fast nur zwei Arten von Angeboten

A) "Klar mache ich Dir eine Webseite. Sag mir was Du willst, gib mir 3.000€ und innerhalb von 2 Wochen steht das Projekt."

oder

B) "Klar mache ich Dir eine Webseite für wenig oder gar kein Geld! Kein Problem. Sie ist dann so in 12-24 Monaten fertig."

Beides ziemlich unbefriedend...

Webdesign-Zeit ist Geld

Webdesign ist ähnlich wie Grafikdesign eben ein hochspezialisiertes Handwerk, das sich in guter Qualität auch einiges kosten lassen kann. Gängige Stundensätze durschnittlicher Freelancer liegen irgendwo zwischen 50 und 120€, so dass die Erstellung einer Webseite, je nach Größe, Funktionen und Aufwand schnell mehrere Tausend € verschlingen kann.

Globales Outsourcen kann Dir zwar helfen einen professionellen Designer für verhältnismäßig wenig Geld z.B. aus Indien, Nigeria oder Russland zu beschäftigen.
Ein Risiko, dem man häufig ausgesetzt ist, liegt in einer schlechten Kommunikation wegen mangelnder Erfahrungen, die zu einem miserablen Ergebnis führt.

Hinzu kommt die Tatsache, dass es gerade am Anfang fast schon eine Glücksfrage ist eine Person zu finden, deren Arbeitsqualität und Konditionen zur längerfristigen Betreuung der Webseite halbwegs passen. 

Beachte:
Wie so häufig im Leben gilt auch beim Anheuern von Freelancern, dass Du oft doppelt und dreifach zahlen musst, wenn Du immer nur dem billigsten Angebot hinterherrennst. 

Folgende Plattformen können Dir dabei helfen einen für Dich passenden Freelancer für Deine Seite zu finden:

Hier findest Du Freelancer die Deine Webseite bauen

Hast Du aber weder mehrere Tausend Euro zuviel, noch unendlich viel Zeit oder große Lust Dich in unkontrollierbare Abhängigkeiten zu bringen, bleibt meistens nur noch die Möglichkeit selbst Hand anzulegen.

Keine Panik!

In 2020 ist das nicht mehr so schwierig, wie es noch vor einem Jahrzehnt war.

Homepagebau ohne Programmierkenntnisse: 
Der bronzene Weg

Baukasten von 1&1, Strato, etc.

Einfachheit
Preis/ Leistung
Individualisierung

Mittlerweile haben viele Hostingunternehmen, bei denen Du Webspace (Online-Speicherplatz), eine Domain (Adresse wie z.B. blackwallstreet.de) und/oder E-Mail-Adressen beziehen kannst auch eigene Homepage-Baukästen, mit denen man auch als Anfänger sehr schnell ein Ergebnis erzielen kann.

Bei manchen Anbietern bezahlt man extra für den Baukasten, bei anderen ist er bereits im Basistarif mit enthalten. Positiv ist, dass Du Dich bei solchen Systemen nicht um Updates Deiner Seite, Sicherheit etc sorgen musst. Das übernimmt der Anbieter meistens.

Ich persönlich habe solche Systeme aber für mich und meine Kunden immer gemieden wie die Pest, weil sie mir häufig rüberkommen, wie diese Lieferservices, wo Du alles von italienischer, über mexikanischer, indischer, thailändischer Küche UND Döner bestellen kannst... 

„Von allem etwas, aber nichts so richtig"

Hosterhomepagebaukasten-Nicht empfehlenswert

Meinen Geschmack treffen diese Baukästen auch eher selten.
Die Möglichkeit Deine Seite künftig mit neuen und komplexeren Funktionen zu erweitern sind absolut beschränkt und zu guter Letzt machst Du Dich oft mit der Nutzung eines Baukastens vom Hoster auch von diesem abhängig, da nur er das System anbietet.

Im Zweifel heißt das, dass Deine Seite bei einem Anbieterwechsel einfach futsch ist. 

Homepagebau ohne Programmierkenntnisse: 
Der silberne Weg

Baukasten von Wix, Jimdo, WordPress.com, Chimpify etc.

Einfachheit
Preis/ Leistung
Individualisierung

Webseiten, die mit Services wie wix.com, jimdo.de, homepage-baukasten.de oder wordpress.com erstellt werden, gefallen mir schon deutlich besser, als jene aus den o.g. Hoster-Baukästen. (Auch irgendwo logisch, schließlich haben sich die Anbieter doch genau darauf spezialisiert.)

Positiv ist auch, dass alle der genannten Anbieter Dir die Möglichkeit bieten sofort mit einem kostenlosen Tarif einzusteigen und Deine erste Seite in unter einer Stunde online zu haben.  

Eingeschränkt bist Du bei den kostenlosen Tarifen allerdings in der Wahl einer eigenen Domain, die immer als Subdomain des Anbieters generiert und angezeigt wird, z.b. deineseite.jimdo.de, deineseite.wix.com oder deineseite.wordpress.com. (Um die Systeme zu testen und ein Gefühl für die eigenen Bedürfnisse zu bekommen reicht das vollkommen aus! Als aktive Businesswebseite ist das allerdings eher peinlich, unprofessionell und wirkt wie gewollt aber nicht gekonnt.) Hast Du eine fertige Seite, die Dich überzeugt, kannst Du jederzeit in einen kostenpflichtigen Tarif wechseln und u.a. eine vollwertige Domain (deineseite.de) mit deiner Seite verbinden.

Genau wie bei den Hoster-Baukästen brauchst Du Dich nicht um Sicherheit, Updates und Wartung der Webseite kümmern, kannst sie aber, meistens je nach Tarif, später besser um neue Funktionen erweitern.  

Ein relativ neues System, dass ich aber eher fortgeschritteneren Usern empfehlen würde ist die Inbound-Marketing All-In-Lösung Chimpify*, die den Anspruch hat alle Bedürfnisse von modernen Online-/Inboundmarketern unter einem Dach zu vereinen. (Webdesign, Blog, E-Mail-Marketing, SEO-Tool, Mitgliederbereich, Analytics, Social-Media-Tool, Podcasthosting usw.)

Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis meiner Meinung nach besonders gut, allerdings geht der Umgang mit Chimpify* nicht ganz so einfach von der Hand, wie bei den Alternativen.

Trotzdem ist der gute Support des Teams und die Fähigkeit der Entwickler auf Kundenwünsche einzugehen in Kombination mit der kostenlosen Testversion auf jeden Fall einen Blick wert, v.a. wenn Du nicht nur einfach eine Webseite brauchst, sondern umfängliches Online Marketing betreiben möchtest.

Weil der Datenschutz in der EU in letzter Zeit eine immer stärkere Rolle bekommen hat, kann ich von den genannten 4 Services eigentlich nur Jimdo, homepage-baukasten.de und Chimpify* empfehlen, wenn Du ein Publikum in Deutschland bzw. in der EU erreichen möchtest. Dies hängt damit zusammen, dass bei der Wahl von US-Anbietern im Internet (besonders bei geschäftlichen oder vereinstechnischen Dingen) immer ein gewisses Restrisiko einer Strafe oder Abmahnung besteht.

Nachtrag: Mittlerweile bietet Jimdo auch einen „intelligenten Pagebuilder“ an, der Dir eine eigene Seite komplett automatisiert innerhalb von wenigen Minuten mithilfe Deiner Bilder aus den sozialen Medien erstellen kann, was die Geschwindigkeit in der Du hier Deine erste Seite online hast natürlich nochmal erheblich erhöht.

Homepagebau ohne Programmierkenntnisse: 
Der goldene Weg

WordPress selbst hosten

Einfachheit
Preis/ Leistung
Individualisierung

Anstatt das für Dich gemanagte (und dadurch eingeschränktere) WordPress.com zu nutzen, kannst Du die (kostenlose) OpenSource-Software von WordPress auch herunterladen, um sie auf jedem beliebigen Webspacepaket oder Server zu installieren und betreiben.

Obwohl WordPress mittlerweile schon 15 Jahre alt ist, sind aktuell fast 33% aller Seiten im Netz mit WordPress erstellt. Anfangs nur als einfaches Blogsystem konzipiert, gibt es mittlerweile zahlreiche Erweiterungen, mit denen Du aus WordPress alles von einer Businessseite, einem Online-Shop, Sales-Funnel, Forum, Mitgliederbereich uvm. erstellen kannst. Das sich WordPress so stark durchgesetzt hat, liegt hauptsächlich an den folgenden Vorteilen, die WordPress bietet:

  • verhältnismäßig einfache Handhabung/ Einarbeitung
  • gute Skalierbarkeit und Flexibilität
  • riesengroße Community mit kostenlosen Hilfen, Designs und Erweiterungen
  • riesengroße Community mit kostenpflichtigen Hilfen & einer Vielzahl an Freelancern

Alles was Du für ein eigenes WordPress benötigst, sind Domain und Webspace von einem Webhoster (teilweise schon ab 2€/Monat) und schon kannst Du loslegen.

Meine Hoster-Empfehlungen hier sind:

Wenn Du ein einziges Projekt erstellen willst und nicht vorhast mehrere Seiten zu erstellen und zu betreiben ist dieser Hoster eine gute Wahl.

Hier kannst Du bereits bei Deiner Bestellung des Hostings mit angeben, dass der Support Dir bitte WordPress installieren möge, so dass Du direkt ein vorbereitetes System hast das startklar ist. 

Wenn Du mehrere Projekte durchführst und gerne alles komfortabel aus einer Hand verwalten möchtest empfehle ich Domain Factory. 

Das Backend zur Administration ist angenehm übersichtlich und enthält u.a. eine 1-Klick-Installations-Lösung mit der Du WordPress schnell installiert bekommst.

Wenn Du ein einzelnes Projekt hast, bei dem Du Wert auf einfache Handhabung, High-End-Performance, Backups, Testumgebung und guten Support legst ist das der Hoster Deiner Wahl.

Der Hoster hat sich auf WordPress komplett spezialisiert und betreibt eine Serverumgebung, die 1A performt. Genau das richtige für Onlineshops oder andere ressourcenintensive Seiten bei denen Geschwindigkeit und Stabilität wichtig sind.

(Raidboxes bietet sogar einen kostenlosen 14 Tage Test, damit Du einfach mal reinschnuppern kannst!)

Das eigene Installieren von WordPress ist bei diesen Hostern entweder bereits inklusive oder mit simplen 1-Klick-Installationslösungen sogar für IT-Hasser problemlos möglich.

Zugegeben, das Einarbeiten in ein selbstgehostetes WordPress ist nicht innerhalb von einer ruhigen Stunde erledigt. Aber je nach Vorkenntnissen findest Du Dich relativ schnell zurecht, zumindest für die Basics. Keine Sorge, dank guten Dokumentationen, zahlreichen Foren/ Hilfeseiten und YouTube Tutorials ist Deine Lernkurve hier seeehr steil!

Unvergleichbar sind die zahlreichen Plugins (Erweiterungen) mit denen Du unendlich viele Möglichkeiten hast, Deine Seite genau für Deine Bedürfnisse anzupassen! 

Meine persönlichen WordPress-Plugin-Empfehlungen findest Du hier.

Positiv ist, dass Du sobald Du Dich einmal in WordPress eingearbeitet hast, schnell dazu in der Lage bist theoretisch für andere Menschen professionelle Webseiten zu erstellen. Bei mir war es so, dass ein Monat nach Release meiner ersten Seite verging, bis ich das erste Miniprojekt für eine Bekannte erledigen sollte. 2 Monate später hatte ich meinen ersten großen Auftrag. 🙂  

Selbstgehostete Open-Source Software wie WordPress, Drupal, Joomla und Typo3 bieten einem grundsätzlich die besten Vorrausetzungen von niemandem abhängig zu sein und die Autarkie über die Daten zu behalten.

Schließlich kannst Du Dein System (Webseite und Domain) jederzeit von einem Hoster zu einem anderen transferieren, wenn Du unzufrieden mit den Hostingbedingungen bist.
 
An der Stelle sei erwähnt, dass Du bei einem selbstgehosteten WordPress auch selbst für Updates und die Sicherheit der Plattform verantwortlich bist.

Das mag erstmal nach viel Arbeit klingen, ist aber je nach Setup überschaubar.
Für die Updates musst Du regelmäßig ca. alle 7 bis 14 Tage eingeloggt sein, um die Updates mit einem Mausklick simpel anzustoßen. Für die Sicherheit findest Du in meinen Plugin-Empfehlungen Erweiterungen, die Dir helfen Deine Seite abzusichern.

Die Einfachheit (nach Einarbeitung) und die unglaubliche Flexibilität machen WordPress (auch nach mehr als 15 Jahren Lebenszeit) nach wie vor zu meinem Lieblingstool, um ohne Programmierkenntnisse Webseiten zu erstellen. 

Wie sind Deine Erfahrungen?
Was ist Dein Tool-Of-Choice um Webseiten zu erstellen?

*: Affiliatelinks

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